Antworten der Kandidatin Vera Lang-Michler
„Zu Beginn und im Laufe meines Wahlkampfes habe ich die positive Erfahrung machen dürfen, was es heißt, ein engagiertes Team zu haben, mit dem man erfolgreich arbeiten kann, wenn die Kommunikation funktioniert. Unter anderem haben wir uns sehr intensiv Gedanken gemacht, wann wir mit welchen Informationen wie in unserem Wahlkampf öffentlich werden. Wie Sie mit Sicherheit wissen, kandidiere ich als Partei-freie Kandidatin. Das heißt auch, dass mir die bei Partei-Kandidaten durchaus üblichen Ghostwriter oder investigativen Hilfskräfte im Hintergrund fehlen. Was meiner Ansicht nach lediglich als „Zeitmangel“ zu werten ist, keineswegs aber als Qualitätsmangel meiner Kandidatur. Wir sind administrativ ein recht kleiner Kreis. Um so wichtiger ist die Einhaltung der Termine, die wir uns gesetzt haben – auch und gerade in Bezug auf Veröffentlichungen, die direkt immer wieder in kausalen Zusammenhängen mit Aktionen von uns stehen. Und so manche politische Aussage wird im Laufe eines Wahlkampfes auch obsolet, was dann nur zu Irritationen führt. Würden wir jetzt Ihre Wahlprüfsteine beantworten, so würden wir massiv in unser Konzept eingreifen und unter Umständen Aussagen in den Raum stellen, die vielleicht, zum Beispiel aus Platzmangel, nicht so wiedergegeben werden könnten, wie sie Sinn machen. Und damit besteht die Gefahr, dass sie ungewollt falsch interpretiert werden. In gleichem Maße würden wir unseren fleißigen und ehrlichen Helfern „vor den Kopf stoßen“. Wir haben sie aus den oben genannten Gründen gebeten, uns die Veröffentlichung von Informationen zu den passenden Zeiten zu überlassen und sie fanden dies in Ordnung. Wie würde es da aussehen, wenn wir jetzt selbst hingehen und alle Absprachen dadurch ad absurdum führen. Wir werden im Rahmen unserer Aktionen die Wadgasser Bürgerinnen und Bürger umfänglichst über meine politischen Ideen und meine Vorstellungen zur Verwirklichung informieren. Aber bitte respektieren Sie meine Entscheidung, dies zum jetzigen Zeitpunkt auf Ihrer Internetseite nicht zu tun. Ich bin mir sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger unserer schönen Gemeinde dafür Verständnis haben. Gerne dürfen Sie diesen Brief unverändert auf Ihrer Internetseite veröffentlichen.“